Entstehung der RasseIm mittel- und süddeutschen Raum wurden für die Hütearbeit bei Schafherden von den Schäfern und Landwirten schon vor mehr als 100 Jahren "Schäferhunde" gezüchtet. Ansprechendes Exterieur war nicht gefragt...es zählte allein die Gebrauchsfähigkeit des Hundes. Der kgl. Rittmeister Max von Stephanitz hatte die Arbeit dieser Hunde beobachtet und war von deren Leistungen und Temperament so beeindruckt, dass er nur mehr einen Gedanken hatte: einen Hund zu züchten, der Gebrauchstüchtigkeit, Führigkeit und Schönheit in sich vereinte. Er kaufte den Rüden Hektor von Linksrhein und nannte ihn in Horand von Grafrath um.
Diesen Hund stellte er 1899 auf einer deutschen Hundeausstellung aus. Noch am selben Tag gründete er mit einigen Freunden den Verein für Deutsche Schäferhunde und legte damit den Grundstein zur planmäßigen Zucht des DEUTSCHEN SCHÄFERHUNDES. In der ersten Mitgliederversammlung am 20.9.1899 wurde der Rassestandard festgelegt und Horand von Grafrath als erster Hund in das Zuchtbuch für Deutsche Schäferhunde eingetragen. Der Rassestandard wurde in den folgenden Jahren zwar überarbeitet - die 1899 festgelegten Grundsätze haben im Wesentlichen jedoch noch heute Gültigkeit. Gebrauchstüchtigkeit und Wesen waren damals und sind noch heute wesentliche Bestandteile des Rassestandards und wahrscheinlich auch ein Grund für den weltweiten Siegeszug der Rasse im Laufe der nächsten Jahrzehnte. Ausgehend von seiner ursprünglichen Aufgabe als Herdengebrauchshund konnte der Deutsche Schäferhund im Laufe der Jahre seine Fähigkeiten auch in anderen Bereichen unter Beweis stellen. Heute ist er auf Grund seiner enormen Vielseitigkeit als Diensthund bei Polizei, Zoll und Bundesheer, als Schutz- und Wachhund, als Lawinensuch- und Rettungshund, als Blindenführhund, aber auch als Sport- und Familienhund weltweit die Nr. 1.
Planvolle Zucht und leistungsorientierte Ausbildung sorgen dafür, dass diese Beschreibung auch heute noch zutrifft.
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